ATELIER AGGELER GMBH

DIPL. ARCH. ETH / SIA

LANGSTRASSE 122, CH - 8004 ZÜRICH

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ANSICHTSSACHE

Um inhaltlichen Ansprüche einer Bauaufgabe mit den technischen Herausforderungen in Einklang zu bringen, werden entwerfen, konstruieren und bauen als integraler Bestandteil eines Projektes verstanden. Mehrjährige Erfahrung und fortwährende Neugier bestimmen die Arbeitsweise so, dass neue Ideen auf fundierter Basis entwickelt werden.

Die Vielfalt und Mehrschichtigkeit unserer gebauten Umwelt reflektiert nämlich nicht nur den aktuellen Zeitgeist, sondern auch Geschichten. Diese Geschichten bestehen aus Spuren konstruktiver wie auch kultureller Natur, welche das Erscheinungsbild der heute erlebten Orte ebenso prägen, wie das Bedürfnis nach Innovation. Das Entwickeln der Identität eines Ortes, die Verknüpfung seiner Geschichte mit den aktuellen Bedürfnissen und Umwälzungen, wird als Kernthema mit dem grössten Potential für eine nachhaltige Architektur verstanden.

 

GYNÄKOLOGIE HUBERTUS

Ausführungsprojekt, 2017

Medizinische Einrichtung

8047 Albisrieden, ZH

Die Hauptaufgabe im Umbau dieser knapp 60m2 grosse Erdgeschosswohnung besteht aus zwei grundsätzli-chen Anforderungen: einerseits gilt es, das dichte Raumprogramm der Praxis so zu bewältigen, dass luftige und ruhige Räume entstehen - andererseits soll aus einem Wohn-Ambiente eine Praxis-Atmosphäre geschaf-fen werden. Es gilt die betrieblichen Abläufe und räumlichen Verhältnisse zu klären, dass sich die Besstand-teile der Wohnung so in den Praxis Betrieb integrieren, dass ein einheitliches und selbstverständliches Raum-gefühl entsteht. Dabei soll mit möglichst wenigen Mitteln gearbeitet werden um sowohl Budget-technisch als auch für den Fall einers späteren Rückbaus effizient zu bleiben. Oberflächen, Möblierung und Lichtführung liefern das notwendige Instrumentarium.

 

HAUS EBER

Wettbewerb - offen, 2018

Wohnungsbau / Städtebau

8048 Zürich - Aussersihl, ZH

Gegenüber vom Letzigrundstadion steht das Haus Eber, welches Ende des 19. Jhd als Grundlage für eine Blockrandbebauung als Grundstein gebaut und in seiner städtebaulichen Ausformulierung nie zu Ende ge-führt worden ist. Diese städtische „Baulücke“ soll nun durch eine Bebauung mit ca. 90 Zimmern für junge Erwachsene ergänzt werden

Die Baukörper werden so aneinander gegliedert, dass sie in ihrer Anordnung die Blockrandfigur beibehalten, jedoch durch „Fugen“ getrennt sind, welche die Erschliessungskerne beinhalten und strassenseitig für eine eindeutige Adressbildung sorgen. Der Innenhof wird mit einem durchgehenden Laubengang bespielt, was den gemeinschaftlichen Charakter dieser Wohngemeinschafts-Siedlung verstärkt. Die Wohnräume der Wohnungen sind dem zu Folge auf den Innenhof ausgerichtet. Um beide Seiten des Baukörpers zu aktivieren und die Be-lichtung optimal auszunutzen, werden Durchschusswohnungen entworfen, welche Wohn- und Essraum offen miteinander verbinden.

 

STÄDTCHENSTRASSE 57

Ausführungsprojekt, 2014 -16

Gesamtsanierung & Neubau

7320 Sargans, SG

Das aus dem Anfang des 19.Jhd stammende Haus weist zur Vorderseite einen intakten Massivbau vor, während die Hinterseite in Holzbau konstruiert worden ist- eine für die Epoche typische Geste mit einer Schauseite zum Städtchen hin und einer weniger representativen Rückseite, wo sich der Garten befand. Auf Grund des schlechten Zustandes des bestehenden Holzbaus, wurde ein Ersatzneubau geplant. Der massive Teil hingegen, ist renoviert und neu organisiert worden. Ziel des Neubaus war es, einen Ausdruck zu finden, der den Bezug zur bestehenden Fassade aufweist, ohne sich auf eine simple Rekonstruktion zu reduzieren.

Es galt eine Strategie zu entwickeln, welche die Spuren des Bestandes aufnimmt und auf subtile Weise die Geschichte des Gebäudes zum Vorschein bringt. Als technische Herausforderung stellten sich vor allem der Anschluss der neuen Holzbaukonstruktion an das bestehende Bruchsteinmauerwerk und die Montage der massiven Holzbalken-Fassade heraus, welche den Charakter der ursprünglichen Strickbaufassade wiederspiegeln soll.

 

MEHRZWECKGEBÄUDE OBERE MÜHLE

Wettbewerb - selektiv, 2015 | 3. PLATZ

Mehrzweckbebäude

8600 Dübendorf, ZH

Das Areal des Kulturzentrums Obere Mühle bildet für Dübendorf einen wichtigen historischen Ort am Ufer des Glattkanals. Die vorgeschlagene Setzung des Neubaus formt ein Ensemble, das den frühindustriellen Charakter der Mühle hervorhebt. Dadurch entstehen auf selbstverständliche Weise verschiedene Aussenbe-reiche. Der mittags und abends gut besonnte Vorplatz – der Bühnenplatz - orientiert die Ankommenden und bietet zum bestehenden Café einen gut gefassten Sitzplatz. Der morgens gut besonnte Marktplatz am Müh-lekanal öffnet sich vor dem Foyer. Er ist räumlich etwas abgesetzt, was für gleichzeitige Veranstaltungen ein reibungsloses Nebeneinander ermöglicht.

Die nordseitige Stirnfassade des Neubaus tritt turmartig in Erscheinung und bildet die neue Adresse des Kulturbetriebs. Das Foyer kann bei Bedarf separat als Markhalle zum Platz zugeschalten werden ohne dabei das gesamte Gebäude in Betrieb nehmen zu müssen.

 

VERANDA

Ausführungsprojekt, 2008

Umbau / Wohnungsbau

8887 Mels, SG

Das 1938 erbaute Wohnhaus wurde ursprünglich zusammen mit Stallungen und zwei Wohngeschossen ge-plant. Später ersetzte ein Malergeschäft die Stallungen und das Dachgeschoss wurde zu einer dritten Woh-nung umgebaut. Das Bedürfnis nach einer Veranda entstand zunehmend, als der Haupteigentümer im hohen Alter mehr Zeit in seinem Haus verbrachte. Es sollte eine Ortsbild übliche Holzkonstruktion entstehen, in Anlehnung an die heimischen Holzanbauten, welche in verschiedenen Teilen des Dorfes zu finden sind. Der Anbau wird in einem einzigen, länglichen Raum artikuliert und erschliesst sowohl das Schlaf- wie auch das Wohnzimmer. Die Veranda wird sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt, wo ein kleiner Holzofen ei-nen angenehmen Aufenthalt ermöglicht.

 

WOHNSIEDLUNG WAIDMATT

Wettbewerb - offen, 2017

Wohnungsbau / Städtebau

8046 Affoltern, ZH

Es sollten rund 280 neue Wohnungen, so wie ein Doppelkindergarten und Gewerbenutzungen geplant werden. Da sich das gesamte Areal auf 3 verschiedene Parzellen mit verschiedenen Überbauungsziffern und städtebaulichen Kontexten ausbreitet, werden auch zwei verschiedene städtebauliche Strategie entwickelt: einerseits eine in sich geschlossene, dichte Bebauung mit 5 bis 6 Geschossen (AZ 1.6), andererseits eine offenere Bebauungs-Struktur mit 3 bis 4 Geschossen (AZ 1.3). Auf diese Weise kann auf die verschiedene Quartierskörnung, die Lärmsituationen und Wohnstimmungen entsprechend reagiert werden.

Somit entsteht einmal eine Hoftypologie mit Lärmgrundrissen, welche die Anwohner zugleich von der lärmigen südlich gelegenen Strasse beschützt, während auf den oberen Baufeldern eine Strategie verfolgt wird, welche kleinmassstäblicher und offener reagiert. Der Aussenraum wird dort über Raumtaschen strukturiert, welche ineinander greifen und auf diese Weise eine fliessende Raumabfolge innerhalb der Siedlung entstehen lassen.

 

VOLKSSCHULE MARZILI

Generalplaner-Wettbewerb - offen, 2014

Schulbauten

3005 Bern, BE

Als Ensemble von hoher architektonischer und landschaftlicher Qualität, gilt die Schulanlage Marzilimoos als wichtiger Zeitzeuge des Schulhausbaus im 20. Jahrhunderts.

Der eingeschossige Schulpavillon ordnet sich durch die geringe Gebäudehöhe und eine fein detaillierte architektonische Ausformulierung in den gewachsenen Gebäude-Bestand ein. Das dreigeschossige Gebäude mit Tagesschule, Musikzimmer und Lehrerräume an der südwestliche Parzellengrenze nistet sich in die hochgewachsenen Baumkronen des dichten Baumgürtels ein und bildet einen kräftigen Abschluss der über die Jahre gewachsenen Schulanlage. So werden die Sichtbezüge zur historischen Anlage und der städtischen Umgebung nicht beeinträchtigen - die parkartique Qualität der Anlage wird erhalten und weitergesponnen. Die Disposition der Gebäude und Laubengänge zoniert die unterschiedlichen Aussenbereiche. Verschiedene Altersstufen erhalten so klar zugewiesene Spiel- und Aufenthaltsbereiche.

 

SCHULE UND SPORT IM RIED

Wettbewerb - offen, 2014 | 3. PLATZ

Schulbauten

3098 Köniz, BE

Ziel des Projektwettbewerbs war es, in der festegelegten öffentlichen Zone ein Schulhaus mit Sporthalle zu projektieren, welches in zwei Ausbauetappen erstellt wird. Der nordwestlich gelegene Weiler mit historischen und landwirtschaftlich genutzten Gehöften soll nachverdichtet und mit einer öffentlichen Zentrumsnutzung wie beispielsweise einer Markthalle ergänzt werden. Der Projektbeitrag versucht an diese Idee anzuknüpfen und orientiert die neue Adresse zur Komturenstrasse. So entsteht entlang der Komturenstrasse eine Abfolge von Bauten öffentlichen Charakters und definiert das Zentrum des schnell wachsenden Ortes.

Die Erweiterung der Schulanlage erfolgt mittels einer Aufstockung. So können sämtliche Aushubarbeiten und Terrainveränderungen mit der Fertigstellung der ersten Etappe abgeschlossen werden. Die vorgesehene Konstruktion der zweiten Etappe in Holzbauelementen ermöglicht einen schnellen und wirtschaftlichen Bau-ablauf, wodurch die Beeinträchtigung des Schulbetriebes minimiert wird.

 

WOHNHEIM SÄGET

Wettbewerb - offen, 2014 | 3. Platz

Wohnungsbau / Medizinische Einrichtung

3123 Belp, BE

Die Nathalie Stiftung besitzt und betreibt an der Sägetstrasse 15 in Belp ein kleines Wohnheim für Erwach-sene, welche ein schweres autistisches Syndrom mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten geistigen Behinderung aufweisen.

Für den Ersatzneubau dienen die ortstypischen Laubenhäuser als Vorbilder. Abgeleitet von diesen Prototypen gliedert sich das neue Gebäude in einen verputzten Hauptkörper, der von laubenartigen Vorbauten flankiert und von weiten Dachvorsprüngen abgeschlossen wird. An den Stirnfassaden der beiden Volumen befinden sich die zwei Laubenanbauten. Eine klare, funktionale Trennung zwischen Wohngruppen und Studiowoh-nungen zeichnet sich durch zwei ineinander geschobene Volumen auch im äusseren Erscheinungsbild ab. Schnittstelle ist das Haupttreppenhaus, welches als Split- Level angelegt ist. Dies ermöglicht eine räumliche Verzahnung mit dem leicht abfallenden Gelände und bietet den unteren zwei Wohngruppen eine klare, ebener-dige Zuteilung der individuellen Aussenbereiche.